Willkommen bei der Krafft-Stiftung

Vielen Dank, dass Sie sich für die Krafft-Stiftung interessieren!

Der Idee zur Gründung dieser Stiftung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Menschen in einer immer komplexer werdenden Welt immer stärkeren Belastungen ausgesetzt sind. Dies gilt im Besonderen für Menschen, die große Verantwortung tragen, die weitreichende Entscheidungen treffen und andere Menschen, Einrichtungen oder Unternehmen führen. Hier liegt ein Fokus der Stiftung ganz besonders auf Führungskräften, nicht zuletzt auf den Leitern von Familienunternehmen.

Zur Erfüllung verantwortungsvoller Aufgaben bedarf es einer stabilen seelischen Gesundheit. Wird diese zu sehr belastet oder nimmt sie gar Schaden, kann es zu psychischen Störungen kommen, etwa zu Burnout, Depressionen, Versagensängsten, Panikattacken, Essstörungen oder gar Abhängigkeiten.

Unser Ziel

Ziel der Krafft-Stiftung ist es, einen Beitrag zur Erforschung der Ursachen und Auslöser solcher Störungen zu leisten, den Zusammenhang zwischen stressbedingten Belastungen und dem Risiko psychischer Erkrankungen sichtbar zu machen.

Im Fokus der von der Stiftung unterstützten wissenschaftlichen Forschung stehen Prävention, Resilienz, letztlich die gesellschaftliche Akzeptanz psychischer oder neurologischer Belastungsstörungen und vor allem die Wiederherstellung der seelischen Gesundheit.

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Aktuelle Forschungsprojekte:

LMU München

SENSE-D: Zusammenhang von Schlaf, subjektiven Erfahrungsberichten, Neurophysiologie und Stress bei Depressionen

Forschungsleitung: Prof. Dr. Christine Falter-Wagner

Das Projekt SENSE-D baut auf der von der Krafft-Stiftung geförderten STREAM-Studie auf und erweitert deren innovativen E-Health-Ansatz zur Analyse von Schlafqualität, zirkadianen Aktivierungsmustern und Stressempfinden auf Erwachsene mit unipolarer Depression. Da Depression häufig mit gestörter Schlafarchitektur, erhöhter Stressreaktivität und komorbiden Erkrankungen einhergeht, untersucht SENSE-D eben diese Wechselwirkungen in einem alltagsnahen Setting mittels E-Health Methodik.


Ziel ist es, die Rolle von Schlafqualität und Stress als wechselseitige Risikofaktoren besser zu verstehen und Ansatzpunkte für deren Veränderbarkeit zu identifizieren.

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Asklepius

Fachklinikum Wiesen

rTMS und CBM (cognitive bias modification) bei Alkoholabhängigen nach Entzugsbehandlung: eine prospektive randomisierte, kontrollierte Therapiestudie (StimCogBiasMod SCBM study)

Prof. Dr. med. U. W. Preuss

Die Alkoholabhängigkeit ist durch einen chronischen Verlauf und eine Rückfallquote von bis zu 70 % innerhalb von drei Monaten nach Abschluss der Therapie gekennzeichnet, was die langfristige Wirksamkeit bestehender pharmako‑ und psychotherapeutischer Verfahren einschränkt.


Aufgrund dieses hohen Rückfallrisikos besteht dringender Bedarf an innovativen Behandlungsstrategien, die über die bisherigen Ansätze hinausgehen. Vorläufige Befunde deuten darauf hin, dass sowohl die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) als auch die Cognitive Bias Modification (ApBM) als ergänzende Interventionen vielversprechend sind und die Prognose der Alkoholabhängigkeit verbessern könnten.

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Universität Witten-Herdecke

Ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt

Seelische Gesundheit in Unternehmerfamilien

Prof. Dr. Tom Rüsen, Prof. Dr. Heiko Kleve, Prof. Dr. Christina Hunger-Schoppe, Magdalena Wendt, M.Sc., M.A., Philipp Wichelhaus, M.A.

Familienunternehmen bilden das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – und hinter jedem dieser Unternehmen steht mindestens eine Familie. Besonders in den aktuell herausfordernden Zeiten tragen Unternehmerfamilien eine hohe Verantwortung und müssen strategische Entscheidungen treffen, um Krisen zu bewältigen. Die enge Verflechtung von Unternehmen und Familie erfordert einen bewussten Umgang mit den damit verbundenen Herausforderungen.


Das Ziel des interdisziplinären Forschungsprojekts umfasst die empirische Untersuchung der seelischen Gesundheit in Unternehmerfamilien, entlang eines systemischen Verständnisses.

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LMU München

STREAM: Stresserleben, Schlafverhalten und mentale Gesundheit bei Autismus – Nutzung personalisierter, nicht-invasiver Messmethoden für individuelle Prognosemodelle am Beispiel der Autismus-Spektrum- Störung

Forschungsleitung: Prof. Dr. Christine Falter-Wagner

Diese Proof-of-Concept-Studie untersucht mit einem neuartigen, personalisierten E-Health-Ansatz die Wechselwirkungen zwischen Schlafqualität, zirkadianen Aktivierungsmustern und Stressempfinden im häuslichen Umfeld über 14 Tage.


Der Ansatz wird exemplarisch bei Personen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) erprobt, da diese häufig unter schlechter Schlafqualität, erhöhtem Stressempfinden und einer hohen Prävalenz komorbider Depressionen leiden. Perspektivisch soll das Modell auch auf andere psychiatrische Störungen angewandt werden.

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Klinikum der LMU

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Virtual Reality (VR) zur Reduktion von Stress und Anspannung: Erforschung der Wirksamkeit eines VR-unterstützten Entspannungstrainings

PD Dr. Dipl.-Psych. Susanne Karch, Prof. Dr. med. Oliver Pogarell, Dr. Dipl.-Psych. Fabienne Grosse-Wentrup, Dr. Mag. Maximilian Maywald, Psych.

Stress trägt zu transdiagnostischer Morbidität und Mortalität bei einem breiten Spektrum von körperlichen und psychischen Gesundheitsproblemen bei. Achtsamkeitsübungen und Entspannung können Stress reduzieren.


Die Unterstützung durch VR Technik soll die Entspannung erleichtern; dies kann einen positiven Effekt auf die Motivation zur Durchführung der Achtsamkeitsübung, die Zufriedenheit, Entspannung und positive Auswirkungen auf die Symptomatik haben.

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LMU München

Früherkennung von Essstörungen – eine Studie zur Erfassung des Prodromalstadiums bei Anorexia und Bulimia nervosa

Dr. Dipl.-Psych. M.Sc. S. Schlegl, Prof. Dr. med. M.Sc. U. Voderholzer

Ziel des Projekts ist die retrospektive Identifikation prodromaler Symptome bei Anorexia und Bulimia nervosa aus Sicht betroffener Patientinnen und ihrer Eltern mittels eines neu entwickelten Messinstruments.


Die Ergebnisse sollen zur Entwicklung eines Früherkennungsinstruments beitragen, um Risikopersonen frühzeitig zu identifizieren und gezielt präventiv unterstützen zu können. Damit leistet die Studie einen innovativen Beitrag zur Optimierung früher Interventionsstrategien bei Essstörungen.

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